Online-Fachworkshop ‚Business Intelligence‘ am 23.02.2022 – automotive-mv e.V.

2022-02-23

Best-Practice im automotive-mv e. V.: Online-Fachworkshop „Business Intelligence in der Zulieferproduktion – Wie gelingt ein einfacher Einstieg in das datenbasierte Shopfloor Management“ am 23.02.2022

NEWS:

Die Digitalisierung sorgt in der Industrie für einen enormen Innovationsschub und wird auch in der Zulieferindustrie Potentiale für eine höhere Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit erschließen. Insbesondere eine effizientere Datenauswertung sowie die Echtzeit-Aufbereitung entscheidungsrelevanter Kennzahlen erleichtert die Kontrolle und die Steuerung des Produktionsprozesses enorm und kann somit enorme Produktivitätspotentiale eröffnen. Dazu sind nicht zwangsläufig sehr hohe Investitionen in Hard- und Software nötig. Das Zauberwort lautet ‚Business Intelligence‘ – der Zugriff auf Daten aus verschiedenen Systemen, Plattformen, smarten Sensoren, Produktionsanlagen aber auch aus externen Datenquellen, deren intelligente Verknüpfung und visuell übersichtliche Aufbereitung in Form weniger aussagefähiger und relevanter Kennzahlen.
Gemeinsam mit unserem Partner REFA-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern haben wir dieses Thema – wie immer auch anhand praktischer Beispiele – während eines Web-Workshops am 23.02.2022 diskutiert. 12 Teilnehmer aus 6 Partnerunternehmen unsers Netzwerkes folgten unserer Einladung, stellten ihre Fragen und bereicherten die Diskussion mit ihren Anregungen und Erfahrungen.
Markus Fischer vom REFA-Landesverband M-V führte die Teilnehmer auf übersichtliche und kurzweilige Art in die Thematik ein. Ausgehend von Beispielen aus der praktischen Anwendung stellte er mit dem CRISP-DM Modell das grundsätzliche Vorgehen für die digitale Datenauswertung vor. Er betonte dabei, dass es nicht darauf ankomme, das auszuwerten was möglich sei, sondern dass was für die effiziente Prozesssteuerung auf dem Shopfloor nötig ist. Am Angang muss demnach eine klare Zieldefinition und die Auswahl der relevanten Kennzahlen stehen; danach erst die Frage der dafür richtigen Daten, deren Herkunft und zielführende Aufbereitung. Anwendungsbeispiele sind neben Produktionskennzahlen auch Instandhaltungs-, Qualitätssicherungs-, Logistikprozesse sowie das Energiemanagement. Diese Möglichkeiten bietet das Werkzeug MS Power BI, je nach Datenverfügbarkeit auch in Echtzeit.
Frank Lübbert, Produktionsleiter bei unserem Mitglied Webasto, stellte den Teilnehmern in seinem Beitrag konkrete Anwendungsszenarien für den Einsatz von MS Power BI vor und setzte dabei den Schwerpunkt auf das betriebliche Energiemanagement. Er konnte dabei eindrucksvoll zeigen, wie gut aufbereitete Daten mit wenigen ‚Klicks‘ aussagefähige grafische aufbereitete Auswertungen liefern. In seinem Erfahrungsbericht konnte er aus Anwendersicht eindrucksvoll die Stärken einer solchen BI-Lösung demonstrieren, wies aber auch auf den nicht zu vernachlässigten Aufwand für die Datenidentifikation und -aufbereitung in der Einführungsphase hin.
Rene Burmeister, Leiter des Werkzeugbaus bei der Lear Corp. in Wismar stellte die Einsatzbereiche von MS Power BI in seinem Unternehmen vor, in dem es vor allem als Informations- und Visualisierungstool für die Managementebene genutzt wird. Er konnte zeigen, wie durch Zugriff auf verschiedene bereichsspezifische Datenbanken ein schneller Überblick zu den wichtigsten Leistungskennzahlen in Echtzeit generiert wird.
Alle Teilnehmer waren sich einig, dass wir einen hochinteressanten Workshop erlebt haben, der eine Reihe von Anregungen und auch Anstöße für Verbesserungsvorhaben lieferte. Ein herzliches Dankeschön an die Referenten Markus Fischer, Frank Lübbert und Rene Burmeister für ihre Expertenbeiträge und ihre Antworten auf die vielen Fragen und Diskussionsbeträge aus unserem Netzwerk.